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PITTO – FLY LIKE A BIRD

Mit »Fly Like A Bird« zeigt der Multiinstrumentalist, DJ und Freigeist aus Utrecht Pitto ein weiteres Mal ein Händchen dafür, große Glücksgefühle in eine gleichermaßen melodiös-melancholische Dance-Komposition zu verwandeln. Geurt Kersjes, wie Pitto mit echtem Namen heißt, hat sich schon immer die Freiheit genommen, unbetretene Pfade zu gehen und so einen ganz eigenen Sound zu entwickeln, mit dem der charismatische Niederländer auch bei seinen Live-Shows die Crowd begeistert.

Ein Sound, der sich über die Jahre freilich erst entwickeln musste. Bis er sechzehn war, hört Pitto nur HipHop – aber dann bekommt er eine Platte von The Prodigy in die Hände und ist sofort von dem treibenden Breakbeat-Electro aus UK begeistert. Pitto treibt sich jetzt immer öfter in Untergrundclubs herum. Angefixt vom elektronischen Sound sammelt er fortan Platten, kauft sich seine ersten Turntables und mixt, was das Zeug hält. Der nächste logische Schritt: Nicht nur die Songs von anderen spielen, sondern endlich selbst Produzieren.

»Als Kind habe ich bereits das Klavierspielen gelernt. Aber irgendwann bin ich nicht mehr hingegangen. Die klassischen Kompositionen haben mich angeödet – ich wollte lieber meine eigene Musik als die von einem Blatt spielen«, erinnert sich Pitto. Das Produzieren am Computer ist genau das Richtige für ihn. Als Autodidakt bringt er sich alles in Ruhe selbst bei. »Ich habe versucht, mir verschiedene Produktionsstile anzueignen – egal ob HipHop, NuJazz, Deep House, Pop oder Techno.« Eine Herangehensweise, die es bis heute unmöglich macht, Pittos Musik auf ein Genre festzulegen.

In der Nacht arbeitete Pitto an seinen Tracks, am Tag ging er einem normalen Job nach. »Das habe ich nur mit literweise Kaffee und zwei Stunden Schlaf durchgehalten«, erinnert sich Pitto lachend. Aber der beinahe wahnsinnige Arbeitsethos zahlt sich aus: 2008 brachte Pitto mit seinem souligen House-Track »Sexvibe« die europäischen und amerikanischen Clubs zum Beben. 2009 legt er mit dem deepen »Feelin’« nach und gewinnt kurz darauf den Talentwettbewerb »De Grote Prijs Van Nederland« in der Kategorie »Dance«.

Das Preisgeld investierte Pitto umgehend in sein Debütalbum »Objects In A Mirror Are Closer Than They Appear«, das 2011 bei Green erscheint. »Elektronische Musik war mir an diesem Punkt zu klein geworden. Ich wollte mich weiterentwickeln und mehr in die Indie-Pop-Richtung gehen«, erinnert sich Pitto. Er fängt an, mit Künstlern wie Alice Rose, Anna-Nicole Ziesche und Manuel Delago zusammenzuarbeiten und singt sogar selbst auf einigen Tracks des Albums, das zwar experimenteller als seine bisherigen Arbeiten anmutet, aber dennoch als Klassiker gehandelt wird.

2012 kehrt Pitto mit der über Wolfskull veröffentlichten »Richklap«-EP wieder zu seinen Wurzeln als Spezialist für souligen Vocal-House zurück. Darauf folgte der instant classic „You“ auf Defected in 2013 sowie eine weitere kollabo EP mit Woodie S. namens „Shadows in 2014. Und das ist noch nicht alles: Im Rahmen des Stekker Festivals, das Pitto seit jeher mitorganisiert, jammte er zuletzt eine ganze Woche mit Musikern wie den Junior Boys, Mathew Jonson, Francesco Tristano and Minilogue. »Es hat sich angefühlt wie ein superkreatives Urlaubscamp. Es gab keine Grenzen, wir haben einfach drauf losgespielt und Musik erschaffen. Eine sehr inspirierende Zeit.« Außerdem spielte der Niederläder Gigs im Vorprogramm von Electronica-Acts wie Booka Shade und Bonobo.

Und zwischendurch findet Pitto immer wieder die Zeit, neue Musik zu machen. »Fly Like A Bird« heißt sein neuer Streich, mit dem er sich wieder mal neu erfindet. Statt pumpenden House-Tracks hat Pitto einen an Folk erinnernden Gitarren-Loop gebastelt, über den er seinen sehnsüchtigen Gesang einem Vogel gleich in den Himmel schweben lässt: »I fly like a bird in the sky and I hope one day you’ll find me.«

»Die Idee, frei wie ein Vogel zu fliegen, finde ich unglaublich romantisch – sie war die Inspiration für den Song«, erinnert sich Pitto. Gleichzeitig ist da aber auch die Sehnsucht danach, von jemand ganz besonderem gefunden zu werden. Die Sehnsucht nach Liebe und Bindung. »Viele meiner Songs haben etwas mit Liebe und all ihren Facetten zu tun. Auf den ersten Blick sind sie treibend und energiegeladen, aber ganz tief im Inneren schlummert etwas melancholisches und trauriges. Ich glaube an die Kraft der Gegensätze.«

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